Produkttests Hardware

DMM Dragon Cam im Test

DMM Dragon Cam Size 4

Donnerstag letzter Woche klingelt es an meiner Tür und schon ein paar Sekunden später war ich stolzer Besitzer von zwei DMM Dragon Cam Klemmgeräten. Als am Samstag dann auch noch die Sonne schien, war klar, ich klemm die Geräte untern Arm und teste sie gleich im Freien an. ;-)

Vorher nahm ich aber noch ein paar Recherchen im Internet vor, um die beiden Stücke besser kennenzulernen. Dabei stellte ich fest, es gab schon mal eine Rückrufaktion vom Hersteller DMM Wales und ausgerechnet die Größen 4 und 5, die ich vorliegen hatte, waren davon betroffen. Allerdings nicht mehr meine Version, wie ich anhand von Fotos auf der Website der Naturfreunde schnell prüfen konnte.

Größen, Verwendungsbereich und Gewicht

Die Dragon Cams gibt es derzeit in acht unterschiedlichen Größen. Rissbreiten von 13,6 bis 114 mm können mit dem kompletten Satz abgedeckt werden

Die Größen 4 und 5 sind am oberen Ende der Bandbreite der DMM Dragon Cams angesiedelt. Der 4er deckt den Bereich von 28 bis 64 mm ab, der 5er den von 50 bis 85 mm. Mit ihrem Gewicht von 148 und 195 g befinden sie sich auf ähnlichem Niveau wie die entsprechend großen Camalots von Black Diamond. Wie die Camalots auch, verfügen die Dragon Cams über ein Doppelachssystem, welches die Bandbreite des Klemmgeräts gegenüber Einachssystemen erhöht.

DMM Dragon Cam Size 5

Verarbeitung

Die Klemmbacken sind heiß geschmiedet und je nach Größe zur besseren Unterscheidung in verschiedenen Farben eloxiert. Die Klemmgeräte sind darüber hinaus mit einer Dyneema-Schlinge versehen, die sich in zwei verschiedenen Längen verwenden lässt. Das erhöht die Flexibilität und an der einen oder anderen Kletterstelle kann man sich auf diese Weise eine zusätzliche Schlinge sparen.

Die Dragon Cams sind die ersten Klemmgeräte von DMM, die nur noch über einen Steg verfügen. Der Steg besteht aus einem 5 mm starkem Drahtkabel, welches von einem Kunststoffmantel aus Zytel (behält seine Eigenschaften über einen großen Temperaturbereich) umschlossen ist. Der Zughebel ist über dünne Drahtseile mit den Klemmbacken verbunden. Angeblich lässt sich das Drahtseil austauschen. Nach genauerem Betrachten würde ich sagen, wer sich mit Draht und Quetschösen auskennt, könnte das schaffen, aber wenn man einen Fachmann mit Erfahrung und Originalmaterial zur Hand hat, kann der das sicher besser.

Handhabung

Bei meinen Legeversuchen in freier Wildbahn konnte ich mich dann noch bei herrlichem Sonnenschein vom ansprechenden Handling der Dragon Cams überzeugen. Mein ganzes Interesse galt den Rissen im Fels und gegebenenfalls den Versuchen, welche der beiden Größen denn passen würde. Die Federn machten auf mich dabei einen recht kräftigen Eindruck, was für den Halt im Fels sicher keinen Nachteil darstellt. Die Cams ließen sich durchwegs gut platzieren. Allerdings könnte eine Schlaufe oder Öse als Fixierung für den Daumen, das Legen der Dragon Cams noch vereinfachen.

Fazit

Wer gegenüber Klemmgeräten eine prinzipiell positive Einstellung hat, der darf sich getrost mit den DMM Dragon Cams anfreunden. Von der Verarbeitung, den verwendeten Materialien und auch vom Preis her stellen die Dragon Cams eine echte Alternative zu vergleichbaren Angeboten anderer Hersteller dar.

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