Produkttests Slackline

Gibbon Jibline im Test

Gibbon Jibline

Die Slackline-Marke Gibbon war neben Slackline-Tools, Austrialpin und Mountain Equipment eine der ersten, die im deutschsprachigen Raum komplette Slackline-Sets auf den Markt brachten. In den Anfängen des Slacklinens waren interessierte Sportler/innen darauf angewiesen, sich ihre Slacklines aus den diversen Einzelkomponenten selbst zusammenzustellen.
Es galt Baumschlingen, Schäkel, Kettenglieder, Baumschoner, Ratsche und die Slackline selbst zu besorgen und das zumeist bei unterschiedlichen Herstellern oder Lieferanten. Eine mühsame und zeitaufwändige Arbeit, die sich nur die wirklich „Süchtigen“ zumuteten. Mit dem Angebot von kompletten Sets wurde jedoch der Weg zu einem starken Wachstum der Slackline-Szene geebnet. Der Sport wurde demokratisiert und immer größeren Kreisen zugänglich.
An dieser Entwicklung waren parallel mehrere Hersteller beteiligt. In einem Punkt war Gibbon den anderen Herstellern aber um mehr als eine Nasenlänge voraus. Dies dürfte sich auch heute nach einigen Jahren noch in den Verkaufszahlen widerspiegeln. Gibbon hat als erster erkannt, wie wichtig eine professionelle, zeitgemäße und fantasievolle Vermarktung von Slacklines ist, um den Sport und natürlich die eigenen Verkaufszahlen weiter voran zu bringen.

Länge, Breite, Belastungsgrenze

Neben der Jibline gibt es noch einige andere Slacklines im Sortiment von Gibbon. Während die ersten Gibbon-Slacklines durchgängig 50mm breit waren, gibt es mittlerweile auch 2 Bänder mit einer Breite von 25mm.
Die Jibline hat eine Länge von 15 m und eine Breite von 50 mm. Sie ist für eine maximale Belastung von 3 t ausgelegt.

Spannsystem, Aufbau, Baumschoner

Gibbon Jibline Spannsystem

Das Jibline-Set besteht aus zwei Teilen, dem Laufband mit einer vernähten Schlinge und der Ratsche mit ebenfalls einer vernähten Schlinge. Es handelt sich um ein klassisches Ratschenset, welches mit, dem in der Szene nicht unumstrittenen, Ankerstich an den Fixpunkten befestigt wird. Die Slackline wird dabei gleichzeitig als Baumschlinge verwendet. Dadurch lassen sich diverse weitere Einzelteile einsparen.
Baumschoner werden, wie bei allen Gibbon-Slackline-Sets, auch bei der Jibline nicht mitgeliefert. Sie müssen zugekauft werden.

Verwendung

Die Jibline ist ein Einsteiger-Set, welches sich, ganz der Gibbon-Tradition verpflichtet, speziell für den Einsatz als Jumpline eignet. Die Breite des Bandes, aber auch die Flexibilität, die Dynamik und der gummierte Aufdruck für einen besseren Grip stellen die Eigenschaften dar, die von Jumplinern besonders geschätzt werden.

Fazit

Gibbon Treewear

Die Jibline ist eine Slackline, die speziell für Slackliner/innen geeignet ist, denen das Springen und die spektakulären Tricks am Herzen liegen. Mit ihrem sehr guten Bounce-Verhalten bietet sie alles, was für hohe Sprünge notwendig ist. Die Breite hilft, bei der Landung die Slackline auch zu treffen und die Bedruckung bietet, solange vorhanden, guten Halt sowohl beim Absprung als auch bei der Landung.
Ich möchte die Jibline als Einsteiger-Set bezeichnen, da die Befestigungsvariante mit Ankerstich in meinen Augen suboptimal ist. Die Länge von 15 m wird von talentierten Slackliner/innen schon nach einigen Traingsstunden sicher bewältigt und bietet, wenn man sich nicht fürs Springen interessiert, dann keine weiteren Anreize.
Gibbon Jibline Ankerstich Eine Aufrüstung des Sets mit professionellen Rundschlingen sowie einer stärkeren und stabileren Ratsche würde ich jedem empfehlen, der aus dieser Slackline alles an Potenzial rausholen und längerfristig daran Spaß haben möchte.
Die Produktpolitik von Gibbon, ihre Slackline-Sets nicht von Haus aus mit einem sachgerechten Baumschutz zu verkaufen, habe ich bis heute nicht verstanden und muss ich hier leider auch als Minuspunkt anmerken.

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